Tatsachen gegen Falschmeldungen

Das Selbstverständnis des futurea Science Centers bestimmt täglich konkrete Aktivitäten des Wissenschaftszentrums. Zum Anliegen zählt unter anderem, große Weltprobleme nicht nur zu benennen, sondern Wege zu ihrer Lösung aufzuzeigen. Beispiel: Der Hunger in der Welt.   

Der Zuwendung zu diesem Weltproblem liegt vor allem ein Gedanken zugrunde: Es wird immer wichtiger, über die große Bedeutung der Landwirtschaft für die Welternährung aufzuklären. Im täglichen Gespräch mit Handel und Landwirten stellen Mitarbeiter des Science Centers, aber auch des Düngemittelmarketings der SKW Piesteritz immer wieder fest, wie unaufgeklärte Verbraucher Prozesse in der Landwirtschaft durch Fehlinformationen falsch beurteilen.

Doch Tatsachen sprechen eine eindeutige Sprache: Durch eine zunehmende Düngung haben sich die Weizenerträge in Deutschland in den letzten 100 Jahren vervierfacht. Wissenschaftliche Berechnungen haben ergeben, dass sich bereits heute etwa 50 Prozent aller Menschen von Nahrungsmitteln ernähren, die nur durch den Einsatz von Mineraldünger erzeugt werden können. Dieser Anteil wird zukünftig weiter zunehmen.

Zu den wichtigsten Stickstoffdüngern zählt Harnstoff. Durch bestimmte Wirkstoffe sind führende Produzenten inzwischen in der Lage, Harnstoff-Dünger herzustellen, der so umweltfreundlich ist, dass er auch in Wasserschutzgebieten eingesetzt werden kann. Neueste Produkte sichern, dass der Stickstoff nicht verloren geht, sondern von der Pflanze aufgenommen wird und nicht die Umwelt belastet. Um entsprechenden Falschmeldungen wirksam entgegen zu treten, hat das futurea ein vielschichtiges Bildungsprogramm aufgelegt. „Da müssen wir schon ganz früh bei Schülern und Studenten ansetzen und über den Stellenwert der Landwirtschaft aufklären“, betont die Leiterin des Hauses Janina Dorn. Dazu wurde ein Besuchergruppenkonzept entwickelt. Es wird dabei unterschieden zwischen Berufsschülern und Studenten, Landwirten und Händler sowie Multiplikatoren. Bei Multiplikatoren handelt es sich um Vertreter der Offizialberatung von Landwirtschaftskammern und -ämtern.

Für jede Zielgruppe werden verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Bei Berufsschülern und Studenten geht es darum, unter anderem über sogenannte stabilisierte Düngesysteme (umweltgerecht und effizient) zu informieren. Düngemittel, die auch bei Landwirten und Vertretern des Handels im Vordergrund stehen. Bei diesem Besucherklientel setzen die Mitarbeiter des Agrochemie-Marketings der SKW Piesteritz bewusst auf das futurea Science Center, um den Besuchern schwierige Themen auf einfache Art und Weise zu erklären. Dadurch erweitern die Besucher ihren Wissensschatz. „Wir setzen auf Kommunikation! Auch wenn ein Haus wie das futurea Science Center von Besuchern selbst erkundet werden kann, sind wir mit vor Ort und nehmen uns die Zeit für Gespräche“, so die Einstellung in diesem Marketing-Bereich.

Zu den bisherigen Besuchergruppen zählen unter anderem die BSL Kiel, die Landor Schweiz, die Hochschule Bernburg-Anhalt, die Junge DLG Kiel, die Michelsenschule Hildesheim und das BBZ Bad Segeberg. Beide Letztgenannten nutzen immer wiederkehrend mit neuen Schülergruppen die Möglichkeit, in die Lutherstadt Wittenberg zu kommen und sich über die Stickstoffdüngung zu informieren.

Damit wir den bestmöglichen Service bieten können, speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies und verwenden Analysesoftware. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit dieser Verwendung einverstanden.
Detaillierte Informationen erhalten Sie durch Klick auf „Mehr Informationen“. Um Google Analytics zu deaktiven klicken Sie hier.